Kinderhaus - Pressespiegel

 
26.10.2002 - Global Days of Service

Banker legen im Kinderhaus einen sozialen Tag ein
Griesheim. Vier Projektteams der Investmentbank JP Morgan unterstützten mit Renovierungsarbeiten soziale Einrichtungen in Frankfurt, darunter auch das Kinderhaus Griesheim.Weitere Wirkungsstätten waren das Bildungszentrum Hermann-Hesse, die idh-Werkstätten (Integrative Drogenhilfe) sowie die Arbeiterwohlfahrt.
Die Geländer und Innentüren im Bildungszentrum Hermann Hesse erhielten einen frischen Farbanstrich, während das Team im Kinderhaus Griesheim den rund 40 Quadratmeter großen Aufenthalts- und Spieleraum anstrich.
In den Werkstatthallen der Integrativen Drogenhilfe erledigte das JP Morgan Team Trockenbau- und Anstricharbeiten und in der Übergangswohnung für straffällig gewordene Frauen der Arbeiterwohlfahrt wurden Möbel zusammengebaut und die Flure renoviert.
Die über das Malteser Ehrenamtbüro vermittelten Projekteinsätze boten für die Investmentbank so die Möglichkeit, sich verantwortungsbewusst und auf eine praktische Art zu engagieren. "Mit gemeinnützigen Programmen und einer Vielzahl von Wohltätigkeitsaktivitäten, mit ehrenamtlichen Tätigkeiten und gezielten Sachspenden übernimmt JP Morgan gesellschaftliche Verantwortung", erklärte Rainer Gebbe, Vorstandsvorsitzender der J.P. Morgan AG in Frankfurt.
"Unsere unternehmensweiten ,Global days of service" sind Ausdruck dieser Verantwortungsbereitschaft."Den Gewinn für Unternehmen und soziale Einrichtungen bestätigte auch Albrecht Prinz von Croÿ, Stadtbeauftragter der Frankfurter Malteser: "Mit dem ,Social day" beteiligen wir JP Morgan an der Sorge für das Gemeinwohl. Gleichzeitig erhalten die Mitarbeiter Einblick in soziale Arbeits- und Lebenswelten und sind gefordert, Teamaufgaben in für sie fremden Arbeitszusammenhängen gemeinsam zu lösen." Dass dieser Arbeitseinsatz für die meisten der 30 Bankangestellten nicht nur Muskelkater, sondern auch Erkenntnisgewinn mit sich bringt, zeigten die angeregten Gespräche und Diskussionen mit Einrichtungsleitern und Klienten.
So informierten sich alle Projektteams ausführlich über die Arbeit der jeweiligen sozialen Einrichtung wie beispielsweise der Integrativen Drogenhilfe im Frankfurter Ostend, wo neben Übernachtungsplätzen und Mahlzeiten eine Vielzahl von Arbeits- und Beschäftigungsprojekten für Drogenabhängige angeboten werden.
Weltweit engagierten sich in 2001 mehr als 17 000 Mitarbeiter von JP Morgan Chase an gemeinnützigen Projekten. Für dieses Jahr rechnet JP Morgan mit etwa Banker legten im Kinderhaus einen sozialen Tag ein 20 000 Freiwilligen. (bea)


Frankfurter Neue Presse am 29.10.2002





7-11.10.2002 - Akrobatik- und Theaterworkshop

Wo Kinder in eine andere Rolle schlüpfen dürfen
Griesheim. Einmal jemand ganz anderes zu sein: Davon träumen viele Mädchen und Jungen. Im Kinderhaus Griesheim haben Acht- bis Zwölfjährige in dieser Woche die Möglichkeit dazu. "Die Kinder sollen eine Rolle wählen, in der sie sich wohl fühlen", sagt die Theaterpädagogin Daniela Wegerich, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Andreas Seip in dieser Woche einen Theater- und Akrobatik Workshop im Kinderhaus veranstaltet. Allerdings stand das Theater im Vordergrund.
  Die beiden wollen dabei nicht einfach ein Stück vorgeben, dass dann von den Mädchen und Jungen nachgespielt wird. Vielmehr sollen die Kinder nach und nach ihr eigenes Theaterstück oder einzelne Szenen entwickeln.
  "Das Spannende dabei ist, dass wir selbst nicht wissen, was am Ende des Workshops entstanden sein wird", beschreibt Andreas Seip das Konzept des Improvisationstheaters. Mit verschiedenen Übungen und Bewegungsspielen werden sich die jungen Akteure in der Aufwärmphase ihrer eigenen Gestik und Mimik bewusst.
  Außerdem lernen die Jungen und Mädchen, wie Gefühle auf der Bühne dargestellt werden können. "Die Kinder wissen zwar, was
beispielsweise Wut bedeutet, aber sie haben oft gelernt, dass sie solchen Gefühlen nicht immer freien Lauf lassen können." Genau das sollen sie nun aber beim Theaterspielen machen.
  Nach der Aufwärmphase geht es an die Auswahl der Figuren. Aus einem großen Koffer suchen sich die Jungen und Mädchen ihre Kostüme aus. Doch es gehört mehr dazu als die Verkleidung, um wirklich in eine andere Rolle schlüpfen zu können. "Wir überlegen gemeinsam, wie diese Figur sprechen und sich bewegen soll", sagt Daniela Wegerich.
  Sind die Figuren erst einmal entwickelt, ergibt sich von selbst allmählich eine Geschichte. Dabei brauchen die jungen Schauspieler keinen Text auswendig zu lernen, denn je nach Lust und Laune kann diese Geschichte jedes Mal ein wenig verändert werden. Es geht uns ja in erster Linie um das freie Spiel, das den Kindern Spaß machen soll."(cdt)
 


Am Samstag, 12. Oktober, präsentieren die Kinder ihr Theaterstück ab 14 Uhr im Gallustheater, Kleyer Straße 15.



Frankfurter Neue Presse am 10.10.2002


Kinder machen Träume wahr
Süden. Das Publikum ist ganz still, als das Licht im Saal des Gallus Theaters ausgeht und die Vorführung beginnt. Dann nehmen die jungen Darsteller vom Kinderhaus Goldstein die Zuschauer mit auf eine Reise durch ihre Traumwelt. Einmal ein Popstar sein, in ferne Länder reisen oder kleinen Außerirdischen und UFOs begegnen alles, was die zehn Kinder in ihren Träumen beschäftigt, stellen sie nun pantomimisch dar.
  Die Bühne ist dabei komplett dunkel, lediglich weiße und neonfarbige Gegenstände sind durch das Schwarzlicht zu erkennen. "Die Kinder sollten ihre Träume einbringen, sowohl ihre Wünsche als auch ihre Ängste", sagt Jürgen Zachmann.
  Innerhalb des Herbstferienprojektes "Kinder leben - Kinder träumen", das in den vergangenen beiden Wochen in den sieben Frankfurter Kinderhäusern lief, hat Jürgen Zachmann gemeinsam mit den Jungen und Mädchen vom Kinderhaus Goldstein das Schwarzlichttheaterstück "Eine Reise durch die Träume" einstudiert. Inspiriert wurden sie dabei durch ein Kinderbuch von Helme Heine.
  Wir haben aus diesem Buch vorgelesen, bis zu der Stelle, wo es um die Träume ging. Ab da war die Fantasie der Kinder ge fragt", berichtet Zachmann. Während der fünftägigen Kreativwerkstatt haben die Kinder ihre Träume zunächst gemalt und dann beschrieben. Schließlich hat die Gruppe nach und nach daran gearbeitet, die einzelnen Bilder und Beschreibungen szenisch umzusetzen.
 So wie bei dem Theaterprojekt im Kinderhaus Goldstein ging es auch in allen anderen Einrichtungen darum, den Vorstellungen, Ideen und Träumen der Mädchen uind Jungen Rechnung zu tragen. "Es war uns sehr wichtig, dass die Kinder bei den Projekten nicht zu viel vorgegeben bekommen", erläutert Eleni Nikolaou vom Jugend- und Sozialamt. Rund 100 Kinder hatten so in den vergangenen beiden Wochen die Möglichkeit, ihre Träumen auf unterschiedlichste Weise auszudrücken.
  Die Ergebnisse der verschiedenen Projekte waren am Samstag bei einer Abschlusspräsentation im Gallus-Theater zu sehen. So entstand im Kinderhaus Am Bügel ein überdimensionaler Stadtplan einer bunten Traumstadt, den 20 Kinder gemeinsam mit der Künstlerin Nicole Sofie Wächtler gemalt hatten. Im Kinderhaus Griesheim konnten die Mädchen und Jungen dagegen in ihre Traum-Rolle schlüpfen. Unter der Anleitung der Theaterpädagogen Da niela Wegerich und Andreas Seip sind anschließend nach und nach einzelne kleine Szenen entstanden. "Es war uns wichtig, dass sich die Kinder zunächst mal eine Rolle auswählen, in der sie sich wohl fühlen", beschreibt Daniela Wegerich die Idee des Theaterprojekts.
  Auch das Theaterstück "Die Vampire und das Rotkäppchen", aufgeführt von Mädchen und Jungen des Kinderhauses Nordweststadt, ist auf ähnliche Weise entstanden. "Die Kinder haben sich eine Figur ausgesucht, die sie immer schon einmal spielen wollten", sagt die Projektleiterin Bernadett Settele. Zu diesen Figuren haben sich die jungen Darsteller anschließend eine Geschichte überlegt. Was gar nicht so einfach war, denn sowohl Vampire als auch ein Rot käppchen, ein Fischverkäufer und ein Friseur sollten in dieser Geschichte vorkommen. "Unser Stück ist zwar ein wenig absurd, aber immerhin haben wir darin alle Figuren untergebracht% freut sich Bernadett Settele.
  Und die Kreativwerkstatt im Kinderhaus Sachsenhausen hat sich während der Herbstferien mit dem Thema "Stadtteilträume" beschäftigt. Mit der Videokamera waren die Kinder in Sachsenhausen unterwegs und haben Passanten über ihr Leben im Stadtteil befragt. Mit diesen Videomitschnitten haben die Kinder dann ihre eigene szenisehe Darbietung zum Thema "Stadtteilträume" unterlegt.
(von Carmen Schmidt)

Frankfurter Neue Presse am 14.10.2002





14.09.2002 - Tag der offenen Tür im Kinderhaus Griesheim


Wir haben Platz genug zum Toben
Griesheim. Fantasie und Kreativität werden im Kinderhaus Griesheim groß geschrieben. Davon wurde beim "Tag der offenen Tür" am vergangenen Samstag deutlich. So finden sich gleich im Eingangsbereich ein großer, bunt angemalter Totempfahl und das überdimensionale Bilderbuch "Die Geschichten der Sirenen und Musen", das im Rahmen eines Theaterprojektes entstanden ist. Im Garten steht eine bunte Tribüne, die von den Kinderhauskindern selbst gezimmert und bemalt wurde und nun den imposanten Namen "Colosseum" trägt. Unzählige Fotos in den Räumen und im Treppenhauses dokumentieren außerdem die verschiedenen Projekte, Workshops und Ausflüge, die regelmäßig veranstaltet werden.
  "Wir wollen mit unserem Angebot das Interesse der Kinder wecken, ihnen neue Erlebnisse ermöglichen und ihre Fertigkeiten verbessern", beschreibt Mitarbeiter Matthias Kegelmann die Zielsetzung des KinderhausTeams. Töpfern, kochen, musizieren, malen, spielen: Ein breites Angebot bietet den Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren die Möglichkeit, eigene Fähigkeiten zu erkunden, Dinge auszuprobieren und auch mal einen Fehler zu machen. "Wir sind hier ja keine Schule. In erster Linie soll es Spaß machen", sagt Kegelmann.
  Rund 80 Mädchen und Jungen, so schätzen die Mitarbeiter, nutzen das offene und kostenlose Angebot im Kinderhaus.
Etwa 35 kommen regelmäßig vorbei. Hier können sie toben und spielen, das Angebot in den verschiedenen Werkstätten nutzen, oder sich in eine ruhige Ecke zurückziehen. "Besonders für die Kinder, die in beengten Wohnverhältnissen groß werden, hat das Kinderhaus als Freizeitort große Bedeutung", schildert Kegelmann. Auch in den Ferien ist das Kinderhaus geöffnet mit jeweils einem speziellen Programm. So ist für die kommenden Herbstferien unter anderem ein Akrobatik- und Theaterworkshop geplant.
  Beim "Tag der offenen Tür" nutzten viele Besucher die Möglichkeit, den neuen Computerraum in Augenschein nehmen. An vier Rechnern üben die Kinder hier unter Anleitung den Umgang mit Maus und Tastatur, machen Netzwerkspiele und unternehmen erste Erkundungsreisen ins Internet. Das Angebot im Computerraum wird von den Kindern eifrig genutzt, die Plätze vor den Bildschirmen sind stets sehr begehrt. Allerdings haben die jungen Internet-Pioniere nur zu ganz bestimmten Seiten Zugang. Links auf weitere Seiten werden nur freigegeben, wenn die Betreuer sie vorher geprüft haben. "Wir wollen einfach ausschließen, dass die Kinder aus Versehen auf eine falsche Seite gelangen", erklärt Mittarbeiterin Ute Kleinhans. Demnächst soll das Computerangebot erweitert werden. So sollen die Kinder künftig auch einen Internet-Führerschein erwerben können. (cdt)

Frankfurter Neue Presse am 16.09.2002


Im Kinderhaus sind alle kleinen Griesheimer gleich
Beim Tag der offenen Tür stellte die Einrichtung ihr Angebot und pädagogisches Konzept vor
  GRIESHEIM (pok). Hausaufgaben braucht heute niemand zu erledigen. Im Kinderhaus Griesheim ist Tag der Offenen Tür, da gibt's für den besten Dosenwerfer giftgrünes Wassereis als Preis und alle dürfen Würstchen verspeisen. Der kleine Halbportugiese Nico kennt sich im Haus gut aus und wetzt für seinen Gewinn bis in den zweiten Stock, wo die Preise auf die Gewinner warten.
  Dort, in der Küche, wuseln Kinder und Betreuer durcheinander, der selbst gebackene Kuchen für Gäste und Hausbesucher ist fast vertilgt. "Duuuuu", ein dunkelhaariges Mädchen hält Matthias Kegelmann ein beschriebenes Blatt unter die Nase und wartet auf einen Kommentar. Denn anders als in der Schule können die Kinder die Erwachsenen mit ihrem Vornamen ansprechen. "Siezen würde unnötige Distanz aufbauen und das Miteinander erschweren", sagt Kegelmann, einer von vier Sozialpädagogen im Team.
  Meist kommen die Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren nach derSchule ins Kinderhaus und werden dort von 14 bis 18 Uhr betreut. Im Kinderhaus können sie Hausaufgaben machen, kochen oder Wünsche fürs Nachmittagsprogramm äußern. Das reicht von Töpfern über Theaterspiel bis zum Museums- oder Schwimmbadbesuch. Von Besuchen im
Postmuseum und in der Kelten-Ausstellung seien die Kinder begeistert gewesen,
sagte Matthias Kegelmann. Für dieses Angebot der "stadtteilorientierten freizeitpädagogischen Einrichtung der Kommunalen Kinder-, Jugendund Familienhilfe Verbund Gallus" bezahlt jedes Kind rund 2,50 Euro pro Monat. Das pädagogische Ziel der Arbeit: Die Kinder sollen ihre Interessen ausprobieren, die sinnlicheWahrnehmung schulen und erleben, dass sie, egal ob Junge oder Mädchen, ob einheimisch oder zugewandert, gleich behandelt werden - und andere Kinder gleich gut behandeln sollen. Immerhin kommen 70 bis 80 Prozent der Kinderhaus-Besucher aus Migrantenfamilien.
  Da das Kinderhaus eng mit anderen sozialen Einrichtungen verbunden ist, können die Betreuer etwa Kinder mit Lernschwierigkeitenan eine Nachhilfe weitervermitteln. Und die Kinder begrüßen an diesem Tag der offenen Tür ihre Grundschullehrerin auf dem Hof Aber an diesem Sonnentag denkt im Kinderhaus dennoch niemand an die Hausaufgaben.
Das Kinderhaus Griesheim, Linkstraße 23a, ist montags bisfreitags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Für Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren steht es mittwochs und donnerstags von 18 bis 20 Uhr offen. Weitere Informationen unter der Telefonnummer 382945.

Frankfurter Rundschau am 26.09.2002